Immer wieder einmal kommt es vor, dass Biotonnen nicht geleert wurden. Stattdessen hängt ein rotes Info-Schild am noch vollen Müllbehälter.
Grund sind Kontrollen der Tonneninhalte auf Fehlwürfe wie zumeist Kunststoff. Denn die Tonnenbesitzer im Landkreis Haßberge sind zum Teil sehr nachlässig im Sortierverhalten. Sie müssen als Konsequenz den Inhalt der nicht geleerten Biotonne kostenpflichtig im Kreisabfallzentrum Wonfurt oder in einem offiziellen Restmüllsack entsorgen. Dieser kann dann zur Restmüllentleerung dazugestellt werden. Bezugsquellen für Restmüllsäcke sind die Wertstoffhöfe, das Kreisabfallzentrum oder weitere Verkaufsstellen (vgl. www.awhas.de). Eine Entsorgung der fehlerhaften Inhalte der Biotonne über die Restmülltonne ist hingegen nicht möglich.
Doch nicht nur Kunststoffe, auch andere Dinge, die in der Biotonne nichts zu suchen haben, werden so aufgespürt. Mit Beginn der Heizperiode befindet sich zum Beispiel immer wieder Holzasche aus Kaminen und Öfen in der Biotonne. Diese gehört aber in die Restmülltonne. Grund sind hier je nach Holzart giftige Schwermetalle wie Cadmium, Blei und Chrom, welche sich während der Verbrennung von natürlichem Holz in der Asche anreichern können. Gelangen diese über den Kompost in die Natur, werden sie durch den Regen sehr schnell ausgewaschen und schädigen so die Umwelt und das Grundwasser.
Die sogenannten „kompostierbaren“ Kunststoffbeutel aus meist grüner Plastikfolie werben damit, vollständig biologisch abbaubar zu sein. Im guten Glauben werden diese daher oft von umweltbewussten Tonnenbesitzern verwendet. Was jedoch kaum bekannt ist: Diese Beutel bestehen noch trotzdem bis zu 20 % aus Erdölkunststoff, welcher durch die Kompostierung wieder als Mikroplastik über den Acker zurück auf unseren Teller gelangt. Auch enthalten laut europäischen Forschungen rund dreiviertel dieser Produkte schädliche Chemikalien. Von der Verwendung dieser Beutel muss daher dringend abgeraten werden. Die Abfallwirtschaft appelliert an dieser Stelle an die Verbraucher. Ein Verbot als letztes Mittel soll momentan noch nicht ausgesprochen werden.
Stattdessen hat sich die Verwendung von Zeitungspapier zum Auskleiden der Sammelbehälter in der Küche bewährt. Schlägt man zudem feuchte Küchenabfälle wie Obst- und Gemüse nochmals in Zeitungspapier ein, so bleibt der Behälter – regelmäßig geleert – auch sauber. Hierfür kann auch buntbedrucktes Zeitungspapier verwendet werden, jedoch kein Hochglanzpapier. Bei der Verwendung der im Handel angebotenen Papiertüten für die Sammelbehälter für Bioabfälle muss man wissen, dass diese häufig aus Frischfaserpapier bestehen und nicht aus recyceltem Papier. Somit sind sie zwar erlaubt, aber die beschriebene Verwendung von Zeitungspapier sollte bevorzugt werden.
Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Haßberge (Abfallberatung), Am Herrenhof 1, 97437 Haßfurt, unterstützt gerne bei Fragen unter E-Mail: abfallberatung@awhas.de oder Tel. 09521 27-712.
Bericht: Abfallwirtschaftsbetrieb Landkreis Haßberge
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